Gemeinsam wohnen im Alter

Die Idee der Wohnprojekte ist aus dem Konzept der Großfamilie entstanden:
Eine selbstgewählte Gruppe findet sich zusammen, um ihre Vorstellung vom gemeinsamen Wohnen zu realisieren.
Wohnprojekte begegnen Herausforderungen, wie hauswirtschaftlicher Unterstützung und pflegerischer Versorgung, im Alter. Sie bieten eine Alternative für selbstständiges, individuelles Wohnen. Gemeinschaftliches Wohnen und lebendige Nachbarschaft können heute, wo es gewollt ist, die eigene Familie ersetzen. Die „Wahlverwandtschaft“ tritt an ihre Stelle.

Wohnformen sind so unterschiedlich wie die Menschen die sie gestalten und in ihnen wohnen. Das breite Spektrum bietet allen Beteiligten Möglichkeiten die für sich selbst geeignete Form zu finden und in der Gemeinschaft zu realisieren. Die Unterschiede der Wohnprojekte liegen in der sozialen Struktur, den Finanzierungsmöglichkeiten und der Rechtsform, des praktizierten Gemeinschaftslebens und dem Umfang an Selbstorganisation. Dieses können Mehrgenerationenwohnprojekte sein oder reine Seniorenwohnprojekte.

Grundsätzliches:

  • Gemeinschaftliches Wohnen ist eine Wohnform die von allen Generationen umgesetzt werden kann.
  • Menschen die diese Wohnform im Alter anstreben, tun gut daran beizeiten damit anzufangen.
  • Zeigt doch die Erfahrung der vergangenen Jahre, dass von der Idee bis zum Einzug, also bis zur Realisierung, im Durchschnitt noch immer fünf Jahre Zeit vonnöten sind, oftmals noch länger. Daher empfiehlt es sich nicht erst als älterer Mensch, bei einsetzender Pflegebedürftigkeit, eine Alternative zum Altenpflegeheim zu suchen, sondern früher damit zu beginnen.