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Äthiopien | Ausbildungsprogramm für den Bau von Küchenöfen mit reduzierter CO2 – Freisetzung

Projektnummer: 102

Rauchfreie Öfen schonen die Umwelt, das Klima und die natürlichen Ressourcen.
Sie fördern die Gesundheit und das Know-how schafft Verdienstmöglichkeiten. Ein erfolgreiches Projekt aus Nepal findet in Äthiopien statt.

Krankheit und Tod durch offenes Feuer

Viele ländliche Haushalte in den armen Ländern des globalen Südens nutzen offenes Feuer im Wohnraum zum Kochen, jedoch ohne Rauchabzug. Dies wirkt sich sehr negativ auf die Gesundheit der Menschen aus, die ihr Leben lang dem beißenden Qualm ausgesetzt sind. An den Folgen der permanenten Rauchexposition sterben weltweit etwa 2 Millionen Menschen jährlich.
Die Georg Kraus Stiftung fördert in Äthiopien Schulungen zum Bau von Öfen mit Rauchabzug. Diese Öfen verringern Risiken für Erkrankungen und reduzieren den CO2-Ausstoß deutlich, da sie Brennstoffe besser verwerten. Sie fördern die Gesundheit und schonen die natürlichen Ressourcen.

50.000 rauchfreie Küchenöfen wurden schon errichtet

Bei offenem Feuer ist die Energieausbeute der verwendeten Brennstoffe, meistens Holz aus den umliegenden Wäldern, sehr schlecht. Immer mehr Bäume werden gefällt, die Bodenerosion verursacht langfristig große Umweltschäden, und große Mengen CO2 werden freigesetzt.
Initiator des Projektes ist der Verein Die Ofenmacher. Begonnen haben sie das Projekt in Nepal. Dort haben die Lehmofenbauer über viele Jahre inzwischen über 50.000 rauchfreie Küchenöfen bauen lassen. Nun werden diese Erfahrungen vor Ort in Alem Katema in Äthiopien weitergegeben.

Die Georg Kraus Stiftung fördert Ausbildungsprogramm

Die praktische Ausbildung beinhaltet den Bau verschiedener Ofentypen sowie theoretische Unterrichtseinheiten zu Gesundheit, Sicherheit, Handhabung und Wartung der Öfen. Kaufmännisches Grundwissen ist ebenso ein wichtiger Bestandteil des Trainings. Die sechsmonatige Schulungsmaßnahme setzt – für die Georg Kraus Stiftung eine Fördervoraussetzung – auf Hilfe zur Selbsthilfe und hat doppelten Nutzen: Sie verschafft Betroffenen eine rauchfreie Kochstelle und zugleich eine Verdienstmöglichkeit als Ofenbauer.
Dass erfahrene Ofenbauer aus Nepal ihre Erfahrungen an künftige Ofenbauer in Äthiopien weitergeben, ist ein großartiges Musterbeispiel für internationalen Wissenstransfer zwischen zwei Entwicklungsländern mit Hilfe von Europäern.

Seit 2015 unterstützt die Georg Kraus Stiftung das Projekt. Im Jahr 2017 konnten 40 Ofenbauerinnen eine Schulung bekommen. Es handelt sich vorrangig um alleinerziehende Mütter, die sonst als gesellschaftliche Randgruppe kaum Chancen auf Arbeit haben. Zusätzlich werden erfahrene Ofenbauerinnen zu Trainerinnen ausgebildet.

 

Das Projekt bietet sich für Spender der Georg Kraus Stiftung auch durchaus an für diejenigen, die etwas zur Verbesserung ihrer eigenen CO2-Bilanz tun wollen, indem sie etwa ihren nicht zu vermeiden gewesenen Flug kompensieren. Einschlägige Berechnungsmodelle der Kompensation und angemessene Spendenhöhe finden sich im Internet, etwa unter www.atmosfair.de . Bei entsprechendem Vermerk auf der Spendenquittung wird Ihre Spende ohne Abzug diesem Klimaschutz- und Bildungsprojekt direkt zugeschlagen. Das Projekt erfüllt noch dem Clean Development Mechanism (CDM) des Kyoto-Protokolls den Gold-Standard, der für höchste geprüfte Wirksamkeit steht.

Neben Flug- und Schiffsreise können im Übrigen auch andere CO2-trächtige Aktivitäten kompensiert werden, wie etwa Kongresse und Tagungen mit dem Anspruch der Klimaneutralität.

Äthiopien-Besitzerin mit Ofenbauer Christoph Ruopp