Burundi | Ausbildungsplätze für die Berufsvorbereitung

Projektnummer: 116

GKS-Burundi Ausbildungsplätze in Bujumbura
GKS-Burundi Ausbildungsplätze in Bujumbura

Statt Flucht können junge Menschen dank Qualifizierung eine tragfähige Lebensperspektive in ihrer Heimat finden.

Menschen aus Afrika fliehen nach Europa, weil sie in ihren Ländern keine berufliche oder persönliche Perspektive haben.

In Burundi zeigt eine kleine Initiative, wie junge Menschen mit einfachen Mitteln dank einer qualifizierten Berufsausbildung eine große Perspektive bekommen.

Burundi ist eines der ärmsten Länder der Erde, die Nachwirkungen des grausamen Bürgerkriegs mit über 300.000 Toten sind heute noch überall spürbar. Armut und Perspektivlosigkeit können Gefühle von Resignation oder Aggression erzeugen. Aus diesem Grund suchen viele auch ihr Heil in der Flucht in ein reiches Land, nur um zu überleben. Dem will die Initiative „burundikids e.V.“ in Zusammenarbeit mit der vor Ort ansässigen Stiftung „Fondation Stamm“ entgegenwirken.

Dank einer guten Schulausbildung bekommen junge Menschen, vor allem besonders benachteiligte hier eine Chance.

In der Provinz Bujumbura betreibt „Fondation Stamm“ seit vielen Jahren erfolgreich einen Schulkomplex mit Grund-, Sekundar- und Fachschule. Der Bedarf nach guter schulischer Ausbildung wächst in Burundi, vor allem im Sekundar- und Fachschulbereich. Die Jungen und Mädchen aus der umliegenden Region erhalten an dieser Schuler eine pädagogisch gute Bildung. Da die drei Schultypen aufeinander aufbauen, entsteht eine konstruktive Kontinuität zwischen Schülern und Lehrern.

Die Fachschule bereitet die jungen Leute auf den Beruf vor.

Hier erhalten über 900 Jugendliche, davon mehr als die Hälfte Mädchen, eine Berufsausbildung als Krankenpfleger, Laborassistenten, Pharmazeutisch-technische Assistenten oder im Hotelfach-Tourismus. Der Bedarf nach qualifiziertem Personal in der burundischen Wirtschaft ist groß, die Ausbildung korreliert mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Dank der Kommunikation mit den zuständigen Ministerien kann die Schule höhere Standards einhalten. Die Ausbildung ist auch deshalb gut, weil die Schule geeignete Räume vorweisen kann, in denen die Schüler Theorie und Praxis ihrer Berufsrichtung ordentlich lernen können.

Die Georg Kraus Stiftung fördert das Projekt „Ausbildungsplätze für die Berufsvorbereitung“, indem sie die Ausstattung von Klassenräumen sowie eine Lehrküche für die Auszubildenden im Hotelfach-Tourismus an der Schule Ecole Polyvalente Carolus Magnus (EPCM) in Bujumbura mitfinanziert. Die Räumlichkeiten befinden sich alle im gerade fertiggestellten 3. Bauabschnitt der Schule, die damit nun erst einmal komplett ist. Des Weiteren beteiligte sich die Georg Kraus Stiftung an der Anschaffung eines Kopierers für die Oberstufe und von Schulmaterial für die Kinder der Waisenhäuser.

„Wir alleine können die Flüchtlingswelle nicht stoppen. Aber wir leisten einen kleinen und sehr effektiven Beitrag dazu, dass Jungen und Mädchen in Burundi in ihrer Heimat eine tragfähige Lebensperspektive erhalten“, betont der Stiftungsvorsitzende Erich G. Fritz.

 

Ergänzung: Das Erdgeschoss ist planmäßig fertig geworden. Die Schreiner haben sich richtig Mühe gegeben und pünktlich zum Schulanfang am 13.09.2016 waren die Räume komplett ausgestattet. Das Erdgeschoss des neuen Gebäudes wurde bereits eingeweiht und mehrmals genutzt, beispielsweise bei einem Schulfest und bei der feierlichen Diplomvergabe an die diesjährigen SchulabsolvenInnen.

Burundi - Schulabsolventin 2016 - Nr.116
Burundi – Schulabsolventin 2016 – Nr.116
Burundi - Schulabsolventen 2016
Burundi – Schulabsolventen 2016