GKS-Mali Frauen auf dem Feld
GKS-Mali Frauen auf dem Feld

Mali. Sicherung der Ernährung im Dorf Djigué

Projektnummer: 82

Fortsetzung des Projektes in Mali in Zusammenarbeit mit pro Afrika e.V. und der Partnerorganisation vor Ort, APA-Mali.

 

Afrikanischen Frauen den Boden bereiten

Mali ist eins der ärmsten Länder Afrikas: Circa die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Zudem gibt es einen Bevölkerungszuwachs von ca. 3% im Jahr, was die Wirtschaft vor große Probleme stellt. In den Jahren 2012-2014 durchlebte Mali schwere politische Unruhen.

as deutsche Parlament beschloss am 28. Januar 2016 eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali. Die Erweiterung der Beteiligung ist ein Baustein des umfassenden Ansatzes der Bundesregierung zur Stabilisierung der Lage in Mali. Die Sicherheitslage in der Sahel-Region, und insbesondere in Mali, ist weiterhin unbeständig. Deutschland hat ein erhebliches Interesse daran, Terrorismus, Kriminalität und Verarmung, was mittelfristig starke Auswirkungen auch auf Europa haben kann, gemeinsam mit seinen europäischen und internationalen Partnern entgegenzutreten. Die Stabilisierung Malis bleibt eine der dringendsten Aufgaben in der Region.

Es herrscht ein Klima der Unsicherheit und vor allem leidet die weibliche Bevölkerung unter den nicht aufgeklärten Kriegsverbrechen. Frauen haben in Mali einen extrem schwierigen Status. Besonders in der Bildung und durch die politische Krisensituation sind sie immer sehr benachteiligt. Eine Frau bekommt durchschnittlich 6,4 Kinder in ihrem Leben. Früh- und Zwangsehen sind verbreitet, 55% der Mädchen heiraten vor ihrem 18. Geburtstag, Ein weiteres Problem ist die weibliche Genitalverstümmelung. Fast 89% der Mädchen und Frauen sind beschnitten, 90% von ihnen vor ihrem 5. Lebensjahr. Laut der Organisation ONE liegt Mali auf Platz 3 der Einstufung, wo es Mädchen weltweit am schwersten haben (2016).

Das jetzige Nachfolgeprojekt „Landwirtschaftsprojekt für die Frauen in Djigué“ leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation der Frauen, die der Frauenorganisation „Yiriwa ton“ des Dorfes Djigué, Provinz Nara, angehören. Durch die landwirtschaftliche dreijährige Schulung der Frauen, die in diesem Projekt arbeiten, wird in Djigué die Armut bekämpft und die Ernährung sichergestellt. Zielsetzung ist u.a. die Verbesserung der Ernten durch Vielfalt und Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion. Das zu bebauende Terrain ist im Besitz der Frauenorganisation. Die Ernten sollen zum Eigenverbrauch innerhalb der Familien dienen und damit den „verborgenen Hunger“ eindämmen. Langfristig sollen die Überschüsse auf dem Markt verkauft werden und so zur Einkommenssicherung der Familien beitragen. Das Projekt soll das Selbstwertgefühl der Frauen steigern und die Abhängigkeit verringern.

Die Georg Kraus Stiftung unterstützt auch in diesem Jahr dieses Projekt und fördert die Schulung für 32 Frauen in Djigué. Die Schulung ist die Voraussetzung dafür, dass das Projekt nachhaltig durchgeführt werden kann.