Projektnummer: 128

 

Photovoltaik als Perspektive

Senegal – Die Gemeinde Waoundé von rund 15.000 Einwohnern liegt in Südafrika im Department Kanel am Flusstal des Senegal. Im 80 km entfernten Matam wird Phosphat abgebaut, dadurch gibt es einer wachsenden Nachfrage an technisch qualifizierten Arbeitskräften. Auch im Bereich der Weiterentwicklung und Nutzung von Photovoltaikanlagen mangelt es an Facharbeitern. Die Bevölkerung lebt von Viehzucht und Landwirtschaft, die in der trockenen Region wenig ertragreich ist. Für die Jugendlichen gibt es kaum Möglichkeiten sich beruflich anderweitig zu orientieren.

Das Berufsausbildungszentrum ist daher ein wichtiger Baustein um den jungen Menschen eine Perspektive zu geben und somit auch die Region wirtschaftlich zu stärken. Mit der Unterstützung der Georg Kraus Stiftung werden jährlich 25 Jugendliche in Installation und Wartung von Photovoltaikanlagen ausgebildet. Ihre Aussichten eine Beschäftigung zu bekommen, sind sehr gut. Der Einsatzbereich der Anlagen reicht von der privaten Stromversorgung, Solarpumpen für die Wasserversorgung und Bohrtürmen bis zur industriellen Nutzung.

 

Langjährige Förderung

Seit 1997 wird das Projekt von der Georg Kraus Stiftung begleitet. Als das Berufsbildungszentrum für Holz- und Metallbearbeitung errichtet wurde, spendete die Gesellschaft zur Förderung konkreter Entwicklungsprojekte e.V. (Vorgängervereinigung der Georg-Kraus-Stiftung) die gesamte Werkstatteinrichtung.

In den Jahren 2001-2014 entwickelt die Organisation Selbsthilfegruppe der Bürger Waoundés in Europa e.V. das Projekt immer weiter. So entstehen neue Unterrichtsräume, Ausbildungszweige für Frauen kommen hinzu, die Metallwerkstatt und der Mehrzweckraum werden erweitert, ein Ausbildungsgang in Kälte- u. Klimatechnik wird eingerichtet. Der Staat Senegal ist von der Wichtigkeit des Projektes überzeugt und stellt Ausbilder und Teile der Ausstattung zur Verfügung. 2008 werden die ersten staatlich anerkannten Diplome ausgestellt.

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Senegal – Vergabe von staatlich anerkannten Diplomen
 
Breit gefächertes Angebot

Das Berufsbildungszentrum ist auch für junge Frauen zum Sprungbrett geworden, die zur Schneiderin und Elektrikerin ausgebildet werden oder das Friseurhandwerk erlernen. Auch eine Fortbildung zur Geschäftsführung wird angeboten und findet regen Zuspruch.

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Von jungen Männern werden die Ausbildungszweige Holzverarbeitung, Metallbearbeitung, Fotovoltaik und Elektrik bevorzugt.

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Das Berufsbildungszentrum bedeutete einen Quantensprung für die jungen Menschen in der Region. Da alle Absolventen ein staatlich anerkanntes Diplom erhalten, haben sie beste Voraussetzungen für eine hunger- und sorgenfreie Zukunft.

Eine erfreuliche Nachricht aus Afrika:

Immer Sommer 2019 wurde das Zentrum vom Staat zum Prüfungszentrum befördert. Das heißt, es kommen jetzt Schüler und Lehrer aus anderen Landesteilen an das Zentrum, um ihre Prüfungen abzulegen. Dies bedeutet Anerkennung und somit Unterstützung für das Zentrum und auch einen Entwicklungs-Sprung für die Region.