Tanzania – Hilfe zur Selbsthilfe auf der ostafrikanischen Insel Zanzibar

Projektnummer: 84

Zanzibar ist teilautonom und gehört zu Tansania, einem der ärmsten Länder der Welt. Wie alle Entwicklungsländer hat es mit großen Problemen im Bereich Gesundheit, Bildung und hygienischer Wasserversorgung zu kämpfen. Die Hilfsorganisation Go for Zanzibar e.V. (GoZa e.V.) arbeitet seit 2010 auf der ostafrikanischen Insel Sansibar. 
„Mein Herz schlägt für Zanzibar und seine wundervollen, herzlichen und stolzen Bewohner“, sagt Antje Fleischer, Vorsitzende der Hilfsorganisation GoZa e.V.. Deshalb engagieren Sie sich und ihre Mitstreiter für Waisenkinder und alte Menschen, Kindergärten und Schulen vor Ort. Inzwischen hat die Georg Kraus Stiftung mehrere Projekte begleitet:

Möbel für Waisenunterkunft

Auf Zanzibar gibt es, wie im ganzen Land, eine hohe Zahl von Waisenkindern und Halbwaisen, die in sehr ärmlichen Verhältnissen leben. Viele von ihnen sind Kinder von an AIDS verstorbenen Eltern. Oft leiden sie selber an der zum Tode führenden Immunerkrankung. Ebenfalls setzen alleinerziehende Mütter ihre Kinder aus, da oft die finanziellen Mittel fehlen, das Kind zu ernähren und die Gesellschaft ein uneheliches Kind nicht akzeptiert.

In Fuoni konnte ein Gebäude mit drei Schlafräumen, Bad und Küche angemietet werden. Dort werden 20 Waisenkinder ihr neues Zuhause finden. Gemeinsam mit GoZa e.V. hat die Georg Kraus Stiftung die Möbelausstattung finanziert. Diese Waisenunterkunft stellt das Pilotprojekt für ein geplantes Waisenhaus in Fuoni unter der Schirmherrschaft von P.L.C.I. (Prospective Learning and Charitable Institution). Hier sollen Prozesse etabliert werden, die später die Bewirtschaftung eines vollständigen Waisenhauses ermöglichen.

Kinder-und Jugendtreff mit Sportangebot

Im Februar 2015 wurde gemeinsam mit dem Fußballverein Ujamaa Sports Club in Sansibar im Stadtteil Raheleo eine “soccer kids academy” gegründet. Hier bekommen die Waisenkinder die Möglichkeit angeboten, Sport zu treiben und Fußball zu spielen. Neben dem Sport erhalten sie auch Unterrichtseinheiten in Gesundheit, AIDS und Drogenprävention und zusätzlich Unterstützung für Schulmaterial und Nachhilfeunterricht.

Die Georg Kraus Stiftung beteiligt sich an dieser Arbeit und fördert eine Teilprojektsumme für den Unterhalt der “soccer kids academy”.

Menschenwürdiges Lebensalter im Pflegeheim

Seit mehreren Jahren unterstützt GoZa e.V. das Alten- und Pflegeheim Welezo. Inzwischen wurden zwei Patiententrakte renoviert, eine regelmäßige medizinische Betreuung sowie Lebensmittelspenden organisiert und Kurse in Grundpflege durchgeführt. Das Heim ist nahezu vollständig auf Spenden angewiesen, da die tansanische Regierung nur einen geringen Unterhaltsbetrag aufbringt. Dank der Unterstützung der Georg Kraus Stiftung konnten in der Vergangenheit sanitäre Anlagen gebaut, Stühle, Kissen und Betten angeschafft sowie die medizinische Versorgung gesichert werden. Die Heimbewohner im Altenheim Welezo haben so ein würdiges Dasein am Ende eines oft sehr harten Lebens gefunden.

Frauenhaus und Drogenzentrum

Junge Frauen haben es oft besonders schwer. Kinderehen sind an der Tagesordnung, ebenso sexuelle Übergriffe im nahen Umfeld und häusliche Gewalt. Gleichberechtigung existiert nur auf dem Papier. Neun von zehn Schwangerschaften resultieren aus Vergewaltigungen, oft werden sie anschließend von Ihren Familien verstoßen. Drogenkonsum ist häufig die Folge.

Das „Soberhouse Malaika“ bietet Schutz und Therapiemöglichkeiten. Der Verein GoZa hilft den traumatisierten Frauen, wieder in ein normales Leben zurückzufinden.

Die Georg Kraus Stiftung unterstützt seit 2017 diese Initiative und finanziert die Errichtung eines Werkstattraumes mit Nähmaschinen und Material. Die Frauen können nun ein Handwerk erlernen und sich dadurch eine berufliche Existenz aufbauen. Die Erfolgserlebnisse helfen ihnen, selbstbewusster zu werden und optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Wasserversorgung für öffentliche Einrichtungen

In den Jahren 2018 und 2019 wird die Georg Kraus Stiftung auf der Insel Uzi den Ausbau der Wasserversorgung unterstützen. Die Insel ist bei Ebbe schwer zugänglich und bei Flut nur mit Einbaum erreichbar. Staatliche Unterstützungen gibt es so gut wie nicht. Für die rund 4000 Bewohner existiert nur eine rudimentär ausgebaute Krankenstation. Daher hilft die Georg Kraus Stiftung auch mit einer medizinischen Basisversorgung für die Inselbewohner.