Myanmar - FREDA

Myanmar. Schulungs- und Entwicklungsprogramm für Bauern: Wiederaufforstung gegen Dürre

Projektnummer: 18

Es ist ein Teufelskreis: Menschen roden Wälder, Regen fällt dann sintflutartig oder gar nicht, die Böden trocknen aus, die Bevölkerung verelendet und sucht ihr Heil in den Städten. In Myanmar sucht ein ambitioniertes Projekt dem gegenzusteuern.

Myanmars Zentrum mit den Regionen Sagaing, Mandalay und Magwe ist klimatisch die Trockenzone des Landes. Die dort lebenden Kleinbauern erzielen wegen der herrschenden Dürre immer weniger Erträge. Um wirtschaftlich überleben zu können, roden Sie Waldflächen. Dieses wiederum befördert die Ausweitung der Trockenheit. Um diese Spirale zu durchbrechen ist in Myanmar FREDA (Forest Ressource Enviroment Development and Conservation Association) auf den Plan getreten. FREDA ist eine burmesische Hilfsorganisation, gegründet 1996. Sie ist weder politisch noch gewinnbringend orientiert. Das Engagement ist ehrenamtlich, willkommen ist jeder, der nicht im Staatsdienst arbeitet. Ziel ist Umweltschutz und nachhaltige Entwicklungshilfe.
So will FREDA die betroffenen Landwirte durch gezielte Schulungs- und Unterstützungsprogramme zu alternativen Anbaumethoden animieren. Dazu kauft FREDA zur Wiederaufforstung geeignete Parzellen. Zunächst pflanzen sie hier schnell wachsende Brennholz-Bäume, um ein erstes Einkommen zu erzielen. Parallel dazu werden Obstbäume gepflanzt, die schon nach einigen Jahren reichlich Früchte tragen und so die Einkommen der Bauern sichern und ihren Lebensstandard verbessern.
Gleichzeitig wird durch das Entstehen eines grünen Waldgürtels das Mikroklima nachhaltig verbessert.
Um den Landwirten den Einkommensverlust in der Zwischenzeit von Wiederaufforstung und Ernte des ersten Brennholzes zu kompensieren, erhalten sie für zwei Jahre eine Entschädigung.

Die Georg Kraus Stiftung beteiligt sich an dem Schulungs- und Wiederaufforstungsprogramm von FREDA.