Die Stifter Anne und Hans-Georg Kraus
Die Stifter Anne und Hans-Georg Kraus

1961  Hans-Georg Kraus und Anne Kraus  machen erste Reiseerfahrungen mit Jugendreisen. Hans-Georg Kraus ist damals Leiter einer Jugendeinrichtung am größten Bundeswehrstandort NRWs.

1967 Bei steigender Nachfrage wird „Clubreisen für junge Leute e. V.“ als gemeinnütziger Veranstalter gegründet; Hans-Georg Kraus erwirbt einen Anteil von „Inter-Reisen GmbH in Düsseldorf.

1969  Hans-Georg Kraus gründet zusammen mit einigen Partnern „Renta Gruppenreisen GmbH“, die neben den gemeinnützigen Jugendreisen jetzt auch Gruppenreisen für andere Altersgruppen anbietet.

1971 Familie Kraus zieht nach Hagen-Haspe und benennt die Firma um in „Wikinger Reisen GmbH“. Das Konzept von Wikinger Reisen: kleine Gruppen und Gemeinschaften, die Reisen zu Landschaften und Menschen mit unmittelbarer Begegnung mit Landschaft und Kultur erleben wollen. Hans-Georg Kraus verbindet von Anfang an seinen wirtschaftlichen Erfolg mit einer eigenen, der Zeit weit vorausreichenden Auffassung von ökologisch und sozial verantwortlichem Reisen.

1980 Verstärkte Auseinandersetzung Hans-Georg Kraus‘ mit der Lage der Bevölkerung und gesellschaftlichen Zusammenhängen in den Reiseländern. Verantwortung übernehmen und Hilfe für Menschen sollen zu den Reiseerfahrungen dazu gehören.

1985 Mitarbeiter und Gäste von Wikinger Reisen GmbH gründen die „Gesellschaft zur Förderung konkreter Entwicklungsprojekte e. V.“ (GFE). Durch Hilfe zur Selbsthilfe soll Menschen vor Ort geholfen werden. Der Kern für die zukünftige Stiftungsarbeit war entstanden.

1996 Hans-Georg und Anne Kraus gründen die Georg Kraus Stiftung. Die Stiftung hat ihre Räume im Haus von Wikinger Reisen in der Kölner Straße 20 in Hagen.

1996 Vorsitzender und alleiniger Vertreter der Stiftung ist Hans Georg Kraus, der mit seiner Familie einen Teil seines Vermögens und einen Anteil von 20% seines Unternehmens Wikinger Reisen GmbH in die Stiftung einbringt.

1996 – 2014 Die Stiftung wächst durch Zustiftungen der Stifterfamilie und Dritter, sie gewinnt zunehmend operative Mittel durch Spenden. Der Stifterwille bildet das Profil der Stiftung: Die Förderung kleiner, überschaubarer Entwicklungsprojekte, vor allem für Schule und Bildung, Kinder und Frauen, daneben soziale Projekte in Europa, vor allem für gemeinsames Leben im Alter.

2014 Hans Georg Kraus übergibt den Vorsitz der Stiftung an den bisherigen Kuratoriums-Vorsitzenden, den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Erich G. Fritz aus Dortmund. Hans-Georg Kraus bleibt der Stiftung als Ehrenvorsitzender und Mitglied des Vorstandes verbunden.

Erich G. Fritz Vorstandsvorsitzender
Erich G. Fritz
Vorstandsvorsitzender seit 2014

2014 Nach der Verabschiedung der langjährigen Mitarbeiterin Jutta Wabbel übernimmt Cristina Silva-Braun die Büroleitung und die Projektkoordination.

2014 Die neue Satzung der Georg Kraus Stiftung tritt in Kraft. Der Stiftungsrat übernimmt die Funktion des Stifters: Er entlastet den Vorstand und setzt den Vorstand ein. Ein neues Kuratorium bindet zusätzlichen Sachverstand in die Stiftungsarbeit ein. Anlagerichtlinien werden verabschiedet und die Anlageverwaltung verändert. Eine Geschäftsordnung regelt die innere Verfassung der Stiftung. Die Stiftung bezieht neue Räume in der Kölner Straße 5 in Hagen-Haspe. Wikinger Reisen benötigt die bisherigen Stiftungsräume bei anhaltendem Wachstum des Unternehmens für die steigende Zahl von Mitarbeitern.

2014 Dr.med. Dr. phil. Renate Papke M.A. gründet die nach ihrem Bruder benannte Treuhandstiftung, die Hartmut Papke Stiftung unter dem Dach der Georg Kraus Stiftung.

2015 Die Georg Kraus Stiftung erhält die Genehmigung für eine Satzungsänderung, die es möglich macht, die veränderte Gesetzeslage für freie Rücklagen von einem Drittel des Ertrages der Stiftung voll zu nutzen um die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stiftung zu sichern.

2015 Die Stiftung bringt verstärkt Elemente entwicklungspolitischer Bildung in ihre Veranstaltungen wie Netzwerktagung und Studientagung ein. Durch Präsentationen in gesellschaftlichen Gruppen wird die Stiftung bekannter gemacht.

2015 Die Stiftung unterstützt mit dem Betrag von 430.643,68€ die bisher größte Zahl von Entwicklungsprojekten.

2016 Die Stiftung begeht ihr 20jähriges Bestehen, eine besondere Feier gibt es allerdings nicht. Auf der jährlichen gemeinsamen Gremiensitzung wird an die besonderen Verdienste der Gründungsstifter Anne und Hans-Georg Kraus erinnert. Der Kuratoriumsvorsitzende Martin Müller erarbeitet eine Statistik, die belegt, dass die Stiftung insgesamt über 5 Millionen € für Entwicklungsprojekte ausgegeben hat.

2016 Die Ärztin Dr. med. Ingelore Weyer aus Berlin errichtet im Stiftungskapital der Georg Kraus Stiftung einen Stiftungsfonds von 100.000 € und beabsichtigt, diesen in Zukunft weiter auszustatten.

2016 Die Stiftung trauert um ihr Kuratoriumsmitglied Dr. Rupert Neudeck, den Gründer von “Cap Anamur und Grünhelme e. V.”.

2017 Die Georg Kraus Stiftung hat mit Karl Lammers, einem Handwerksmeister aus Hagen eine unselbständige Stiftung gegründet, die mit den Zielen der Georg Kraus Stiftung übereinstimmt. Die Erlöse aus der Stiftung sollen auf Dauer Bildungs- und Ausbildungsprojekten für benachteiligte junge Menschen zugutekommen.

2017 Der Stiftungsrat beruft Peter Riemekasten in den Vorstand der Stiftung. Das neu berufene Kuratorium wird wieder von Martin Müller (Wuppertal) geleitet. Neu gehören dem Gremium an: Frank Richter, Polizeipräsident (Essen), Helmut Diegel, Regierungspräsident a. D., (Bochum), Prof. Dr. Bodo Klein, Jurist (Bonn), Benedikt Penning, Rechtsanwalt und Notar (Dortmund).

2017 Zum ersten Mal definiert die Georg Kraus Stiftung ihre Rolle innerhalb des Nachhaltigkeits-Konzeptes von Wikinger Reisen GmbH.

2017 Der Vorstand beschließt neue Festlegungen für die Bestimmung dessen, was „kleine Entwicklungsprojekte“ sein sollen.

2017 Der Vorstand beschließt, vorerst keine neuen Häuser für „gemeinsames Wohnen im Alter“ zu bauen. Mittel sollen zur Besserstellung der Mieter in den bisherigen Häusern eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen in begrenztem Maße Altenprojekte in Osteuropa unterstützt werden, wo unter Senioren zum Teil erbitterte Not herrscht.

2018 Vorstandsmitglied Peter Riemekasten findet Projektpartner, die den anvisierten Zweck in Osteuropa durch ihre Projekte erfüllen. Die Stiftung beginnt eine Kooperation mit solchen Trägern für Projekte in der Ukraine, Estland, Rumänien, Serbien und Bulgarien.

2018 Die Stiftung fördert zum 1. Mal ganze Schulbauten wie in Laos und Guatemala. In Guatemala wird damit ein über zwanzig Jahre währendes Projekt abgeschlossen. Die Alphabetisierung eines vergessenen Gebietes Mittelamerikas ist gelungen.

2018 Die Stiftung fördert den Wiederaufbau eines Dorfes in Nepal.

2018 Der Jahresbericht 2017 und die Studientagung 2018 setzen sich mit der Bedeutung der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen für die Stiftungsarbeit auseinander.

2018 Die Georg Kraus Stiftung ergreift die Initiative zum 1. Hagener Stiftungstag und trifft auf große Bereitschaft der über zwanzig Stiftungen in der Stadt.